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Kilian Feurstein gewinnt die 3. Etappe der 16. Int. Raiffeisen Oberösterreich Rundfahrt in Bad Schallerbach

OÖ Rundfahrt

Jubel für den österreichischen Radsport in Bad Schallerbach: Kilian Feurstein vom Team Vorarlberg feierte auf der 3. Etappe der 16. Int. Raiffeisen Oberösterreich Rundfahrt an seinem 23. Geburtstag einen beeindruckenden Etappensieg. Nach 156,1 Kilometern setzte sich der Vorarlberger nach 3:23:48 Stunden im Sprint einer größeren Gruppe knapp vor Valentin Hofer aus Maria Schmolln (Bahrain Victorious Development Team) durch. Platz drei ging an den Tschechen Michael Boros (Kasper crypto4me). An der Spitze der Gesamtwertung bleibt weiterhin der Brasilianer Henrique Bravo (Soudal Quick-Step Devo Team) mit einer Gesamtzeit von 7:40:46 Stunden. Die Entscheidung um den Gesamtsieg fällt jedoch erst auf der morgigen schweren Schlussetappe im Mühlviertel. Bester Österreicher im Gesamtklassement bleibt Martin Messner (WSA KTM Graz) auf Rang elf mit 22 Sekunden Rückstand auf den Gesamtführenden. Dahinter folgt Riccardo Zoidl (Hrinkow Advarics) auf Platz zwölf. „Ein Sieg an meinem Geburtstag ist einfach ein Traum“, freute sich Kilian Feurstein im Ziel.

 

Österreichische Fahrer prägen das Rennen

Die 3. Etappe startete mit 133 Fahrern in Asten und war von Beginn an von zahlreichen Attacken geprägt. Nach rund 30 Kilometern setzte sich schließlich eine siebenköpfige Spitzengruppe vom Feld ab. Mit Josef Dirnbauer (Hrinkow Advarics), Maximilian Schmidbauer (Schwingshandl Intralogistics) und Colin Stüssi (Team Vorarlberg) waren dabei auch Fahrer österreichischer Mannschaften bzw. Teams mit österreichischer Beteiligung vertreten. Die Ausreißer erarbeiteten sich einen Vorsprung von bis zu 3:20 Minuten, ehe das Hauptfeld das Tempo erhöhte und die Gruppe rund 60 Kilometer vor dem Ziel wieder stellte. Für die Vorentscheidung sorgte schließlich der Schlussanstieg am Hochfeld. Dort zerfiel das Feld in mehrere Gruppen, ehe die letzten verbliebenen Ausreißer kurz vor dem Ziel eingeholt wurden. Im anschließenden Sprint hatte Kilian Feurstein knapp die Nase vorne. Für einen emotionalen Höhepunkt sorgte Valentin Hofer. Der Oberösterreicher zeigte nach seinem gestrigen Sturz eine starke Vorstellung und wurde mit Platz zwei belohnt. „Das ist mein bisher größter Erfolg in der Elite. Trotz meiner Blessuren habe ich heute alles gegeben“, sagte Hofer nach der Siegerehrung.

Alles offen vor der Königsetappe

Die Entscheidung um den Rundfahrtsieg fällt am Sonntag auf der neuen Schlussetappe im Mühlviertel. Mit mehreren Fahrern innerhalb weniger Sekunden bleibt die Ausgangslage vor dem Finale völlig offen. „Morgen ist noch alles möglich. Die Zeitabstände sind auf dieser schweren Etappe durchaus aufzuholen. Die Entscheidung wird vermutlich erst auf den letzten Kilometern fallen“, erklärt OÖ-Radsportpräsident Mario Rossmann.

4. Etappe am 7. Juni 2026: Aigen-Schlägl – Aigen-Schlägl

169,2 Kilometer | 3.162 Höhenmeter

Die vierte und letzte Etappe führt erstmals ins Mühlviertel und gilt als die Königsetappe der diesjährigen Rundfahrt. Mit 3.162 Höhenmetern wartet die anspruchsvollste Strecke der Tour auf die Fahrer – rund 600 Höhenmeter mehr als beim bisherigen Finale auf die Höss. Der Start erfolgt um 11:20 Uhr vor dem Stift Schlägl in Aigen-Schlägl. Die Strecke führt über Haslach, vorbei an den Hotels AVIVA, Bergergut und Guglwald, weiter nach Waxenberg und Obermühl an der Donau. Die Bergwertungen in Afiesl, Niederkappel, Kirchbach und Präuer werden den Fahrern alles abverlangen und dürften für die endgültige Entscheidung sorgen. Die Zielankunft wird gegen 15:15 Uhr erwartet. Parallel zur Rundfahrt finden in Schlägl die Österreichischen Feuerwehr-Radmeisterschaften statt, bei denen rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet werden.