Leonding feiert ein Radsportfest - Nolde und Fuchs triumphieren!


Das Eliterennen der Männer über 153,2 Kilometer entwickelte sich zu einem offenen und taktisch anspruchsvollen Wettbewerb. Ein früher Massensturz sorgte zunächst für Unruhe im Feld, ehe sich im weiteren Rennverlauf zahlreiche Attacken und wechselnde Rennsituationen ergaben.
Zur Rennmitte formierte sich schließlich eine entscheidende Spitzengruppe, aus der sich Tobias Nolde (Team Vorarlberg) und Maximilian Schmidbauer (Team Schwingshandl Intralogistics) absetzen konnten. Das Duo harmonierte perfekt und behauptete seinen Vorsprung bis ins Finale, auch nachdem das Team Hrinkow Advarics im Feld das Tempo deutlich verschärfte.
Im Sprint hatte Nolde die besseren Beine und sicherte sich nach 3:35:16 Stunden den Tagessieg sowie das Führungstrikot der Road Cycling League Austria. Schmidbauer überzeugte bei seinem Heimrennen mit Rang zwei und war damit bester Österreicher. Platz drei belegte Nicolas Ginter (Tirol KTM Cycling Team), der zugleich bester U23-Fahrer wurde.
Fuchs mit Solo zum Sieg – Huys auf Rang drei
Bereits um 11:00 Uhr starteten die Frauen in ihr Rennen über 86,4 Kilometer. Ein internationales Feld mit 93 Fahrerinnen aus 13 Nationen sorgte für ein hohes Tempo. Windige Bedingungen führten immer wieder zu Windkanten und machten das Rennen von Beginn an selektiv.
Die Vorentscheidung fiel am Anstieg zum Aichberg, wo sich Lea Fuchs (Spar CTO Women) mit einer starken Attacke entscheidend absetzen konnte. Die Schweizerin fuhr ein beeindruckendes Solo und gewann mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 38,11 km/h sowie neuer Rekordzeit.
Für ein starkes Ergebnis aus österreichischer Sicht sorgte das neu formierte Tirol Women Cycling Team: Liv Wenzel wurde als aktivste Fahrerin ausgezeichnet, während Tabea Huys mit Rang drei nicht nur einen Podestplatz belegte, sondern auch die Führungstrikots der Frauenwertung übernahm. Zudem ging die Teamwertung an Tirol Women Cycling.
Nachwuchstalent Wiesmayr triumphiert bei den Junioren
Im Juniorenrennen über 86,4 Kilometer setzte sich Niklas Wiesmayr (Decathlon CMA CGM Next Gen) eindrucksvoll in Szene. Der 16-jährige Oberösterreicher gewann nach 2:02:51 Stunden im Sprint einer größeren Spitzengruppe und unterstrich damit sein großes Potenzial.